Unterwegs
Wer war eigentlich Friedrich Ebert (1871 – 1925)? Jeder kennt eine nach ihm benannte Straße, eine Brücke, eine Schule, einen Platz oder seine Stiftung in Berlin. Doch wie bedeutend seine Rolle für Deutschlands politische Ausrichtung und für die Demokratie war, dies war selbst uns vom Ortsverein der SPD-Wimpfener Liste nicht so deutlich bewusst.
Daher lauschten die 19 TeilnehmerInnen unserer Roten Tour nach Heidelberg vergangenen Samstag gespannt den Ausführungen des Gästeführers. Die Ausstellung im Geburtshaus Friedrich Eberts ließ uns eindrucksvoll sein Leben von der Kindheit und Jugend in Heidelberg über seine Jahre der Wanderschaft als Sattler-Geselle bis nach Bremen nachvollziehen. In dieser Zeit kam er mit vielen Menschen der Arbeiterklasse in Kontakt und sah landauf, landab dasselbe Elend: 60-Stunden-Wochen, wenig Lohn, schlechte Wohn- und Hygiene-Verhältnisse, keine soziale Absicherung durch Versicherungen bei Krankheit oder Unfällen.
Er politisierte sich, schloss sich der Gewerkschaft an und trat 1889 in die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands ein, die sich später zur SPD entwickelte. Hier machte er durch sein ausgeprägtes soziales und demokratisches Engagement schnell „Karriere“, bis er mit seiner Familie nach Berlin umzog.

1912 wurde er im Reichstag als SDP-Abgeordneter, 1913 als Parteivorsitzender und schließlich 1919 als erster Reichspräsident der Weimarer Republik vereidigt. Seine beiden Leitmotive waren dabei stets die besseren Lebensbedingungen der Arbeiterklasse und die Mitbestimmung des Volkes. Mit seinen Worten „Deutschland muss sozialer und demokratischer werden“ machte er dies deutlich.
Mit nur 54 Jahren starb Friedrich Ebert 1925 an den Folgen einer zu spät operierten Blinddarmentzündung, was das jähe Ende der noch so jungen demokratischen Ordnung in Deutschland bedeutete. Sein Nachfolger, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, hatte schon aufgrund seines beruflichen Kontextes andere politische Vorstellungen für Deutschland. Was wäre, wenn Friedrich Ebert nicht gestorben wäre?
28.04.2026, 19:00 Uhr Stammtisch mit SPD-Ortsverein Bad Rappenau
29.04.2026, 19:00 Uhr Gemeinderatssitzung
19.05.2026, 19:00 Uhr Stammtisch mit SPD-Ortsverein Bad Rappenau
Ortsvereinsarbeit kostet Geld. Daher sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
SPD Ortsverein Bad Wimpfen
Volksbank Heilbronn
IBAN DE21 6229 0110 0401 2880 05
Zur Ausstellung der Spendenbescheinigung, geben Sie bitte unter Referenz " SPD Bad Wimpfen+ Ihren Namen/Adresse" an.
Vielen Dank!
| Besucher: | 389168 |
| Heute: | 235 |
| Online: | 7 |